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Privatissimum aus Versicherungsvertragsrecht

Wien, 22.03.2017

Herr Dr. Wilhelmer, Geschäftsführer des Hauses von Lauff und Bolz, hielt im Rahmen des jährlich veranstalteten Privatissimum aus Versicherungsvertragsrecht (Ankündigung) an der Universität Wien einen Vortrag "Das Vertragsinteresse und Integritätsinteresse in der Berufshaftpflichtversicherung".

Aufgrund einer aktuellen OGH-Entscheidung zum Treuhandvalutaverlust durch Pfändung des Geschäftskontos eines Rechtsanwalts wurden die Abgrenzungskriterien zwischen Vertragsinteresse und Integritätsinteresse dargestellt. Hierbei wurde die weite Auslegung des sog Erfüllungssurrogates durch die herrschende Meinung in Literatur und Judikatur einer kritischen Prüfung unterzogen.

Im Rahmen der angeregten Diskussion zum Fachvortrag wurde die AGB-rechtliche bedenkliche (weil unklare) Ausgestaltung des Erfüllungsausschlusses in Teilen der AVB der Berufshaftpflichtversicherung geteilt und die Möglichkeit einer erfolgreichen Inhaltskontrolle bejaht. Auf Zustimmung stieß auch die Meinung des Vortragenden, Zinsschäden infolge eines Treuhandvalutaherausgabeverzuges seien als Mangelfolgeschaden gedeckt und nicht Teil des nicht versicherten Erfüllungssurrogates.

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